Glossar
Areal
hier: Das Verbreitungsgebiet von Lebewesen.
Acetylsalicylsäure (ASS)
Wirkstoff, der schmerzstillend, blutgerinnend, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. ASS ist Basis vieler Schmerzmittel.
Atmosphäre
Die Luftschicht, die die Erde umschließt. Umfasst von der Erde aufsteigend die Troposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre und Thermosphäre.
Biomasse
Bezeichnet die durch Pflanzen oder Tiere erzeugte organische Substanz. Kann zur Energieerzeugung verwendet werden.
Elektrolyt,-e
Meist flüssige, manchmal auch feste Stoffe, die den elektrischen Strom leiten. Auch der menschliche Körper enthält Elektrolyte, auch Mineralstoffe genannt. Säuren, Basen und Salze bestimmen in ihrer Verteilung den sogenannten Elektrolythaushalt. Die Verteilung bestimmt und reguliert die Wassermenge innerhalb und außerhalb der Zellen im Körper. Außerdem spielen Elektrolyte bei der Weiterleitung von Reizen in Nerven und Muskeln eine große Rolle. Bei Verlust von Flüssigkeit z.B. durch Schwitzen gerät der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht.
Evapotranspiration
Beschreibt das Zusammenwirken von Transpiration und Evaporation, also die Verdunstung von Wasser aus Tier- und Pflanzenwelt, wie auch von Bodenoberflächen.
Exenatid,-e
Den Polypeptiden zugehörig. Organische, chemische Verbindungen, die aus einer Verknüpfung von mehr als zehn Aminosäuren bestehen. Sie regen im menschlichen Organismus die Ausschüttung des blutzuckersenkenden Hormons Insulin an.
Exposition
Bezeichnet das Ausgesetztsein des Menschen gegenüber Umweltwelteinflüssen, insbesondere gegenüber schädigenden Einflüssen.
Fotosynthese
Beschreibt den Prozess grüner chlorophyllhaltiger Pflanzen und einiger Mikroorganismen, aus einstrahlendem Sonnenlicht Energie zu gewinnen. Kohlendioxid und Wasserstoff werden hierbei in Traubenzucker und Sauerstoff umgewandelt.
Gesundheitsförderung
Zielt auf die Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen ab, ohne dass eine Krankheit droht oder vorhanden ist. Setzt an den Schutzfaktoren von Gesundheit, den sogenannten Ressourcen, an.
Gesundheitsfond
Zum 01.01.2009 in Deutschland eingeführt mit dem am 16.02.2007 beschlossenen "Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung" (GKV-WSG). Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen verläuft seitdem aus Beitragsgeldern (über einen einheitlichen Beitragssatz) und Steuergeldern. Die Krankenkassen ziehen die Sozialversicherungsbeiträge weiterhin ein und übertragen sie an den Gesundheitsfonds, der vom Bundesversicherungsamt verwaltet wird.
Gesundheitsregion
Bezeichnet eine zusammengehörige Region oder Landschaft, die durch ein besonders gesundheitliches Angebot charakterisiert ist. Einen Schwerpunkt bildet der Tourismus, z.B. durch barrierefreie Reisen, Angebote für präventivorientierte Naturliebhaber, gesunde Natur, Wellness, Kurorte, Kliniken oder Sportangebote.
Hyposensibilisierung
Soll bekannte Überreaktionen des Immunsystems auf ein Allergen reduzieren. Die jeweilige Therapielösung wird oral verabreicht oder injiziert und enthält das krankheitsauslösende Allergen. Die Hyposensibilisierung erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 3 Jahren.
Indigen
Als indigen (oder autochthon) werden in einem definierten Gebiet einheimische Pflanzen bezeichnet. Diese Pflanzen haben sich dort ohne Einfluss des Menschen ausgebreitet und reproduziert.
Intervention
Im Gesundheitskontext: Ein akutes, dringliches Einschreiten gegen einen Krankheitsprozess. Unterschiedliche Präventionsmaßnahmen können ergriffen werden, z.B. politische Interventionen anhand von Verboten (Rauchverbot) oder Vorschriften (Gurtpflicht).
Kardiovaskuläre Erkrankungen
= Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Koronare Herzerkrankungen)
Mikroorganimus,-en
Mikroskopisch kleine Lebewesen (Bruchteile eines Millimeters). Beispiele: Bakterien, Pilze oder mikroskopische Algen. Mikroorganismen bildeten das erste Leben auf der Erde.
Mortalität
= Sterblichkeit. Bezeichnet das Ausmaß der Todesfälle im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung oder zu einzelnen Altersklassen. Wird global durch Sterbeziffern oder Sterberaten ausgedrückt und durch Sterbetafeln spezifiziert.
Nachhaltigkeit
Bedeutet, ein System nur so stark zu nutzen, dass es in seinen wesentlichen Bestandteilen erhalten bleibt und sich auf natürliche Weise regenerieren kann.
Neobiota
Hierzu gehören „neue“ Tier- und Pflanzenarten, die ursprünglich nicht in einem Gebiet einheimisch sind. Neue Tierarten werden Neozoen genannt, neue Pflanzenarten heißen Neophyten.
Ökologie
Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und der ökologischen Umwelt. Die ökologische Umwelt umfasst die Gesamtheit der auf sie wirkenden abiotischen und biotischen Faktoren.
Prävention
Im Gesundheitskontext: Versucht das Auftreten von Krankheiten oder unerwünschten physischen oder psychischen Zuständen weniger wahrscheinlich zu machen bzw. zu vermindern oder zu verzögern.
Reizklima
Hat durch seine besondere Eigenschaft, den Stoffwechsel und die Gesamtaktivität von Menschen anzuregen, einen positiven Einfluss auf die Genesung von Erkrankungen. Orte in besonderen Klimazonen können als heilklimatischer Kurort bezeichnet werden. In Deutschland sind das z.B. die Nordseeregion oder Orte im Hochgebirge.
Rekreation
Erholung eines biologischen Organismus nach körperlicher und/oder geistiger Anstrengung.
Setting
Der Lebensraum, in dem Menschen einen Großteil ihrer Zeit verbringen und in dem Interventionen wirksam werden können. Die Ottawa-Charta weist auf die Bedeutung und das Verständnis eines Settings hin. „Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben“ (WHO 1986).
Synergieeffekt,-e
Synergie bezeichnet den Nutzen, den Lebewesen gemeinschaftlich gewinnen. Die daraus resultierende Wirkung ist größer als die individuelle Einzelleistung.
Treibhauseffekt
Ähnlich wie in einem Gewächshaus werden die auf die Erde treffenden Sonnenstrahlen als Wärme in die Atmosphäre reflektiert. Die in der Atmosphäre vorhandenen Gase (z.B. Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4)) lassen die Wärme jedoch nicht aus der Atmosphäre entweichen, die sich dadurch mit der Zeit erhitzt.
Übereinkommen über die biologische Vielfalt
Ziele des Übereinkommens, das 1992 auf der UN-Konferenz in Rio de Janeiro verabschiedet wurde, sind die Erhaltung der Biodiversität sowie die nachhaltige Nutzung von Pflanzen- und Tierarten und der genetischen Vielfalt.
UV Licht/Strahlung
Ultraviolette Strahlung ist eine für den Menschen nicht sichtbare elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von 100nm bis 400nm. Je nach Wellenlänge wird sie unterteilt in UV-A (400-315 nm), UV-B (315-280 nm) und UV-C (280-100 nm) Strahlung. Sie kann gesundheitsschädigende Auswirkungen auf den Menschen (z.B. Sonnenbrand, Krebserregend) und seine natürliche Umwelt (z.B. Smog-Bildung durch bodennahes Ozon) haben.
Vektor
Überträger von Infektionskrankheiten auslösenden Krankheitserregern. Der Vektor überträgt dabei den Erreger, ohne selbst daran zu erkranken. Ein Beispiel ist die Übertragung von Lyme-Borreliose-Erregern über Zecken auf den Menschen.
Zivilisationserkrankung
Erkrankungen, die in Industrieländern häufiger auftreten als in Entwicklungsländern. Die Zivilisation weist Errungenschaften wie eine verbesserte Hygiene, medizinischen Fortschritt in Prävention und Therapie und eine gute Nahrungsversorgung auf. Diese unterstützt das Ausbleiben von ehemals vorhandenen Erkrankungen. Die in zivilisierten Ländern vertretenen Lebensstile, Verhaltensweisen und bestehenden Umweltverhältnisse führen jedoch zu spezifischen Erkrankungen, zu denen u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ II oder Übergewicht zählen.

